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Donnerstag, 11. Februar 2016

Staatlich unterstützter Kulturwandel macht Unternehmen fit

In Neuseeland hilft der Staat beim Design Thinking - mit einer eigenen Agentur

"Design is a culture, not a department". Das Statement findet sich auf der Website von "Better by Design NZ", einem Zweig der staatlichen neuseeländischen Agentur für Handel und Unternehmen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Innovationskraft von Unternehmen und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.


Dass die neuseeländische Regierung Design Thinking als Instrument nutzt, um strategische Wirtschaftsentwicklung zu betreiben, beeindruckt mich. Es entspricht der zupackenden Art und beweglichen Denke der Neuseeländer: Was sich bewährt hat, genießt Anerkennung.


Bei uns in Deutschland ist Design Thinking in letzter Zeit zum Buzzword geworden. Für mich ist es seit einigen Jahren ein Werkzeugkoffer - ein sehr hilfreicher und mächtiger - um Menschen zu inspirieren, Projekte in Bewegung zu bringen und Barrieren in den Köpfen zu überwinden. Immer noch gibt es zu viele Organisationen, Netzwerke und Unternehmen, in denen sekundäre Motivationen Prozesse lähmen. Das kreative und dabei sehr strukturierte Vorgehen im Design Thinking bringt frischen Wind. Selbst Workshopteilnehmer, die morgens noch über den kreativen "Kindergarten" meckern, verlassen nach dem Workshop nicht selten mit glühenden Wangen begeistert die Stätte des Schaffens.


Warum Design? Zunächst meint es die Fokussierung auf die Nutzer eines Produktes oder einer Dienstleistung. Design Thinking lenkt den Blick auf Bedürfnisse. Und weil regelmäßig Teammitglieder unterschiedlicher Profession und Herkunft zusammenarbeiten, ist Querdenken an der Tagesordnung. So verhilft die Methode auch bei komplexeren Problemstellungen zu kreativen Lösungen.
2015 feierte "Better by Design NZ" übrigens sein zehnjähriges Jubiläum und hat in der Zeit etwa 150 Unternehmen geholfen, ihre Unternehmenskultur zu verändern.