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Montag, 13. Oktober 2014

Meine Bücher #yetanotherbücherliste

Ich befinde mich ja im Urlaub, und da finde ich dann für so schöne Dinge Zeit wie Lesen. Ausgiebig und genussvoll. Hier eine Auswahl meiner Favoriten - wie gewünscht ;-)

Zunächst einmal danke, Paul Garais, für die Nominierung www.agentur-eulenblick.de/eulenschau/yetanother-buecherliste/. Ich bin noch nie für irgendetwas nominiert worden, ein bisschen aufregend ist es also. Und das Schöne: Ich kann bei dieser Gelegenheit ein bisschen im Sinne meiner Lieblingsbücher missionieren. Eigentlich lese ich ja fast keine Belletristik, außer – und da schließt sich der Kreis – im Urlaub. Meine Liste ist völlig ungeordnet und natürlich far from vollständig. Also wohlan:


Khaled Hosseini, Drachenläufer
Die beglückende Erkenntnis, dass Afghanistan eine echte Hochkultur ist. Die Beschreibung eines wunderbaren Landes, wie es vor der Zerstörung durch einen Krieg nach dem anderen gewesen sein muss, durch die Augen des zwölfjährigen Amir. 


Anna Gavalda, Zusammen ist man weniger allein
Vier ziemlich schräge Figuren in einer Wohngemeinschaft in Paris. Aufrecht stehen tun sie eigentlich nur, weil irgendwie immer einer den anderen hält. Vergnüglich, kurzweilig, bittersüß. Und was war nochmal die Handlung?


Mark Haddon, The Curious Incident of the Dog in the Night-Time
Einmal die Welt aus der Perspektive eines Autisten sehen. Das Abenteuer, einfach nur ein Bahnhofsgebäude zu durchqueren. Das dünne Eis, aus Gesichtsausdrücken und Stimmungen richtige Schlüsse zu ziehen. Das als Krimi getarnte Buch, das mit der Beschreibung des im Vorgarten aufgespießten Nachbarhundes beginnt, rollt die Geschichte des 15-jährigen Christopher auf, der sich selbst als „Mathematiker mit gewissen Verhaltensschwierigkeiten“ beschreibt. Herrlich anders und mit reichlich englischem Humor gewürzt. 


Kathryn Stockett, The Help
Überhaupt gehört bei mir zu jedem ordentlichen Weihnachtsfest mindestens ein englischsprachiges Buch. An den ersten Seiten von The Help habe ich mir allerdings echt fast die Zähne ausgebissen. Ich bin völlig US-unerfahren, das Buch von breitestem Südstaatenslang durchsetzt. Ans Herz gewachsen ist es mir vor allem wegen der zupackend-herzerfrischenden schwarzen Haushälterinnen, um die es geht. Amerika in den 60ern, Rassenkonflikt verpackt in verdauliche Episoden.


Ana R. Cañil, Y si a los tres años no he vuelto
Die junge Jimena Bartolomé, frisch verheiratet, landet im Frühjahr 1939 im Frauengefängnis Ventas in Madrid. Sie bekommt dort ihr Kind, das ihr entzogen wird. Wie sie trotzdem überlebt, schildert die wirklich packende Erzählung. Ein Kapitel, das in auch Spanien noch nicht aufgearbeitet ist.


Carlos Ruiz Zafón, Im Schatten des Windes
Sein Vater führt den jungen Daniel Sempere aus Barcelona zum Friedhof der vergessenen Bücher. Dort nimmt die Geschichte ihren Anfang, die zu Schauplätzen quer durch Barcelona führt und sich durch Zweiten Weltkrieg und Bürgerkrieg anhand persönlicher Schicksale und Verwicklungen entspinnt. 


Peter Mayle, Mein Jahr in der Provence
Ich kann auch ganz leichte Kost. Sehr gerne sogar! Peter Mayle habe ich am Cote d’Azur-Strand gelesen, und bin aus dem Lachen kaum herausgekommen. Außerdem musste ich nach dem Urlaub das Gefühl zum Buch in einem ganztägigen Essen mit lieben Freunden im Garten unbedingt wieder auferstehen lassen. Es geht, ganz grob, um südfranzösisches Lebensgefühl und um ganz viel Essen. Herrlich!


Witi Ihimaera, Whale Rider
Ein wunderschönes Märchen über das Mädchen Kahu, das sich den Respekt und die Anerkennung ihres geliebten Großvaters erkämpft. Passend eingebettet in die Mythologie der neuseeländischen Maori.


Jo Nesbø, Doktor Proktors Pupspulver
Pit Hermann hat die Saat in unserem Hause gelegt. Schräg, frech, norwegisch. Ich hab’s ja nicht so mit skandinavischer Kälte, aber in diesem Falle habe ich mir das Vorlesen nicht nehmen lassen. Ist nämlich ein Kinderbuch.


Und dann noch: Friedemann Schulz von Thun, Miteinander reden
Nicht unbedingt, weil es mich stilistisch so sehr gefesselt hätte. Einfach deshalb, weil das berühmte Modell mit den vier Ohren und den vier Schnäbeln sooo sehr hilft. 

So, und nun habe ich das Vergnügen, weitere Tipps einzuholen, indem ich noch mehr Menschen nominiere und bitte, mir ihre Lieblingsbücher zu nennen, nicht wahr? *breites Grinsen* Dann nominiere ich hiermit Mechtild Hegemann, Claudia Berghorn, Andrea Blome und Michaela Wrede.