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Sonntag, 05. Oktober 2014

Mit Design Thinking den Fokus auf Lösungen richten

Reden und reden und reden. Manchmal ist das nötig, um Lösungen zu finden. Manchmal ist es aber viel schneller und befriedigender, direkt zu machen.

Endlose Meetings, um ein Problem in den Griff zu bekommen – das kennen viele. Jemand schlägt etwas vor, der Nächste legt die Stirn in Falten und äußert Bedenken. „Klappt doch bestimmt wieder nicht.“ Jeder hält an seiner Lieblingsidee fest, und die Diskussion dreht sich im Kreis.  Wie schnell man dagegen unkonventionelle Lösungen finden kann, die auch noch Spaß machen, ließ sich beim elemente Design Thinking-Tag erleben, den ich mit begleitet habe.


Am Anfang des Tages steht die Aufgabe, Arztbesuche für bestimmte Zielgruppen angenehmer zu machen, am Ende sind konkrete Dienstleistungen ausgearbeitet: die Skype-Sprechstunde für Menschen mit wenig Zeit oder der Arzt-Treff im Pfarrheim für Menschen, die den Weg in die reguläre Sprechstunde scheuen. Darin liegt die Kraft des Design Thinking: Es ist schnell, kreativ, macht Spaß und bringt sicher gute Ergebnisse. Was man für die Arbeitsweise braucht: kreative Methoden, Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven sowie ein straffes Zeitmanagement.


Große Unternehmen wie Google, Apple oder SAP arbeiten seit langem mit Design Thinking. Design Thinking verbindet die Vorteile produktiver Teams mit den Vorlieben des menschlichen Gehirns für Bilder und Assoziationen. Die Ergebnisse bestechen, weil die Methode ein Schwergewicht auf Empathie legt: Die Teilnehmer fühlen sich in die Bedürfnisse der Zielgruppen bzw. Nutzer ein, und zwar so konkret wie möglich. Destruktive Kritik ist verboten, die Ideen anderer nachzuahmen und dann weiter zu entwickeln, ist erwünscht. Außerdem werden die Lösungen immer wieder direkt ausprobiert. „Scheitere früh und häufig“, lautet eine Regel. Wenn die Lösung nicht verfängt, wird umgehend eine andere ausprobiert. An Ideen ist kein Mangel. Design Thinking hilft, ihnen Flügel zu verleihen.