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Dienstag, 08. April 2014

Bloggen bringt's

Auch für kleine Unternehmen und besonders für schwer vermittelbare Produkte und Dienstleistungen: Ein eigener Blog vermittelt ein lebendiges Bild des Unternehmens, ohne die Kontolle über die Inhalte abzugeben.

„Ist die Pressemeldung tot?“ fragt Rico-Thore Kauert auf PRonline.de. Nein, ist sie nicht, das sagt er selbst auch. Aber es wird immer schwieriger und freudloser, Pressemeldungen erfolgreich abzusetzen, gerade für kleinere und mittelständische Unternehmen. Blogs sind da eine sehr schöne Alternative, um Unternehmensinhalte zu transportieren. Angedockt an oder vernetzt mit der Firmen-Website lässt sich viel Bewegung schaffen.

Die Großen machen es vor: Seit 2007 dürfen die Mitarbeiter im Daimler-Blog ihre eigenen Geschichten erzählen. Nicht eine „One Voice-Policy“ bestimmt dort, was online geht. Vielmehr hat der Autobauer Blogging-Richtlinien verfasst, die er auch öffentlich macht. Und so bloggt Sabine Engelhardt über Parfüm, Domenique Liebe über Hochdeutsch und Peter Glas als Gast über seine Weltumrundung im Unimog. Storytelling at its best.

Datev, mir bislang eher bekannt für staubtrockene Steuerberater-Software, bietet auf seiner Firmenhomepage gleich drei Blogs an: für unterschiedliche Zielgruppen – und für unterschiedliche Tageszeiten! Denn die Blogs werden offenbar bevorzugt abends auf dem Sofa gelesen.

Und dann gibt es noch eine echte Perle bei den kleineren Unternehmen: Auf „Teeren und Federn“, dem Tiefbau-Blog der Firma Heim aus Tuttlingen, erzählt der Junior-Chef von Straßenbau, Arbeitsschutz und Mitarbeiterführung. Eines meiner Lieblingsbeispiele aus dem B2B-Bereich. Sage keiner mehr, Tiefbau sei sperrig oder schlecht vermittelbar.

Empfehlung: Unterhaltsame Geschichten gibt es aus jedem Unternehmen zu erzählen. Wichtig ist auch hier ein klares Konzept: Wer bloggt? Zu welchen Themen? Welche Spielregeln gelten? Dass ein Blog gut vernetzt ist und regelmäßig bestückt wird, sollte selbstverständlich sein. Einfache technische Lösungen gibt es reichlich.