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Mittwoch, 12. März 2014

Digital Goes Print

Ist die Angst vor dem Zeitungssterben immer berechtigt? Das New Yorker Magazin Digiday macht einen gegenteiligen Trend aus.

 Das amerikanische Magazin Politico hat den Printbereich wieder für sich entdeckt.

Auflagen sinken, Zeitungen und Zeitschriften sterben. Journalismus wird eher oberflächlicher und wandert ab ins Web. Das ist eine Wahrheit der letzten Jahre. Die Marketingplattform Digiday meint allerdings nun eine Gegenbewegung zu erkennen: Erfolgreiche Onlinetitel entdecken zusätzlich Print – als Must-have für Meinungsmacher und zum Sammeln für treue Leser.

Wenn die Printausgabe zum Premiumprodukt wird, quasi die Gold-Edition ist, darf das einzelne Heft mehr kosten. Damit lohnen sich kleine Auflagen. Exklusivität ist das Schlagwort: qualitätvolle Recherche, hochwertige Aufmachung, tolle Bilder, möglichst im Abo vertrieben. Das Onlineprodukt wird zum Butterbrotgeschäft. Mit dieser Strategie – langweilig wie vernünftig – sei wirtschaftlich erfolgreicher Printjournalismus nicht schwieriger, als T-Shirts zu verkaufen. Auch Anzeigenkunden fänden einen solchen Rahmen mittlerweile attraktiv: ruhiger immerhin als das Web mit seiner Fülle an konkurrierenden Inhalten und verwirrenden Störungen.

Als Trend taugt die Beobachtung von Digiday für mich noch nicht. Ein spannender Beitrag zur sinnvollen crossmedialen Vernetzung ist er auf jeden Fall. Print lebt.

Der Digiday-Artikel findet sich hier: digiday.com/publishers/digital-publishers-reviving-print-corpse/