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Dienstag, 30. Juli 2013

Die Bedeutung des Nonverbalen

So viele Worte, und am Ende zählt etwas anderes viel mehr. Was heißt das für ein Unternehmen?

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Psst! Ganz ohne Worte erzeugt das Graffito an einer Pariser Hauswand einen Eindruck.

Wenn wir jemandem zuhören, trägt der Inhalt des Gehörten - also das, was die Person sagt - nur sieben Prozent bei zu dem Eindruck, den wir gewinnen. Unter Stress gilt dies ganz besonders. Das hat Albert Mehrabian von der University of California schon 1971 herausgefunden. Viel wichtiger sind Stimme, Sprachmelodie, Lautstärke, Sprechtempo und Artikulation (38%). Am allerwichtigsten (55%) sind die nonverbalen Botschaften: die Körpersprache beispielsweise.

Was bringt diese Einsicht für die Öffentlichkeitsarbeit? Nun, Menschen haben ein sehr feines Gespür dafür, ob Inhalt und Form der Kommunikation zusammenpassen. Ob sie kongruent sind. Wenn ich also mein Unternehmen als offen und transparent darstelle, aber im Zweifel doch nichts herauslasse oder nach Salamitaktik nur darüber berichte, was eh jeder weiß, dann schüre ich Misstrauen. Dies gilt vor allem für die Krisenkommunikation.